Fortbildung und Beratung für Pädagogen

Das kindliche Spiel ist immer auch mit Bewegung verbunden. Im Spiel mit dem Gleichgewicht ordnet das Gehirn dabei alle Informationen, die es über die Sinne erhält, in Bezug zur Schwerkraft. In der Bewegung erarbeiten sich Kinder ein sicheres Gefühl für unten und oben, aufwärts und abwärts, rechts und links, vorwärts und rückwärts sowie das Gefühl, festen Boden unter den Füßen zu haben. Erst auf dieser Basis können differenziertere und komplexere Fähigkeiten reifen, wie z.B. die Hände zuverlässig in eine beabsichtigte Richtung zu bewegen oder, sich selbst bewegend, mit den Augen einen Punkt im Raum zu fixieren. Dieser Reifungsprozess des Gehirns vollzieht sich nicht automatisch, sondern ist an vielfältige Bewegungserfahrungen gekoppelt, bei denen die Schwerkraft ungestört erforscht wird – außerhalb von Ehrgeiz oder Ängstlichkeit oder gar Lob und Tadel des Erwachsenen.

Aufbauend auf den „niederen“ Gehirnfunktionen Sinneswahrnehmung und Motorik können sich in der Folge die „höheren“ wie z.B. Abstraktionsvermögen, Sprache oder Bewusstsein entwickeln. Ein Unterscheiden der Buchstaben „d“ und „b“ bzw. „p“ und „q“ wird erst durch ein gefestigtes Raumerleben möglich.

Aus meiner langjährigen Berufstätigkeit als Diplom-Chemikerin ist es mir ein Anliegen, auch den Bezug des kindlichen Spiels zur Entdeckung von naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten für Pädagogen herzustellen und erfahrbar zu machen. Durch die Wahl geeigneter Spielmaterialien lassen sich vielfältige Variationsmöglichkeiten für das kindliche Experimentieren schaffen – Lernerfahrungen, die als Basis für logisches Denken und die spätere Integration schulischen Faktenwissens lebendige Verständnisstrukturen wachsen lassen.

Seminare

Einführungen in die Pikler®-Pädagogik

  • Natürliche Bewegungsentwicklung ermöglichen und begleiten
  • Die Einheit von Pflege und Erziehung 
- Wickeln – An- und Ausziehen – Essen
  • Lernprozesse im freien Spiel entwicklungsgerecht unterstützen
  • Soziale Entwicklung – angemessene Verhaltenserwartungen respektvoll ausdrücken

Seminare zur Arbeit von E. Hengstenberg

Beratung / Praxisbegleitung

  • Gestaltung von Bewegungsräumen
  • Nichtdirektive Begleitung von Kindern bei Spiel und Bewegung
  • Die Esssituation bedürfnisgerecht gestalten
  • Die Kommunikation mit den Eltern

Hospitationen

Hospitationen mit Reflexionsgespräch in meinen laufenden Eltern-Kind-Gruppen sind in Absprache möglich.